Major | Dur-Skala


 Die Durtonleiter (durum, lat. = hart) ist die Grundlage aller anderen Skalen – und weil sie sieben Noten hat, kann man aus ihr die sieben Modi (engl. modes) ableiten.

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Die grosse Terz (3. Note) und die grosse Septime (7. Note, Leitton) verleihen der Durtonleiter einen fröhlichen, heiteren Klang. Die meisten Kinderlieder, ein grosser Teil der Volksmusik, aber auch klassische Werke und moderne Popsongs sind auf der Durskala aufgebaut.

 

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mit dem Button kannst du die Töne hören

 

Anwendung

  • Parallele Dur-und Molltonleitern haben jeweils die gleichen Vorzeichen. Anstelle der natürlichen A-Mollskala kannst du auch die C-Durtonleiter spielen.
  • Aufpassen mit der vierten Note! Die Quarte einer Durskala tönt zu einem Durseptakkord (Cmaj7) dissonant und kann als «zu vermeidende Note» bezeichnet werden.
  • Die C-Durskala kannst du beim Improvisieren auch über einen Durseptakkord verwenden, dessen Grundton einen Ganzton darüber oder drei Halbtöne darunter liegt (Amaj7 , VI Stufe oder Dmaj7, IX Stufe).
  • Die Durskala passt zu allen Akkorden, die auf der Durtonleiter durch Terzenschichtung aufgebaut werden.

Die Dur-Skala kann auch als Ersatz für andere Skalen gebraucht werden.

Akkorde

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Anmerkung

Mit Hilfe der Chord-Clock auf dem Utilities-Kreis kannst du sämtliche Akkorde entschlüsseln oder zusammenbauen.

 

Die 7 Modi der Durtonleiter

Im antiken Griechenland verwendeten Musiker ein Notensystem, dessen Tonleitern 4 Töne hatten (Tetrachord = 4 aufeinanderfolgende Töne im Bereich einer Quarte). Diese Tonleitern trugen wohlklingende Namen und waren nach griechischen Landschaften benannt: Ionische-, Dorische -, Phrygische – und Lydische Tonleiter. Vom 9. bis 16. Jahrhundert wurde in der abendländischen Musik das Tonleitersystem der Modi (modus, lat.= Regel, Art und Weise), später Kirchentonarten genannt, verwendet. Analog zur Dur-und Molltonleiter lässt sich jeder Modus in die 12 Tonarten transponieren. Nach jahrhundertelanger Vorherrschaft der Dur- und Molltonleitern haben die Modi im 19.und 20. Jahrhundert erneut an Bedeutung gewonnen und sind heute wichtiger Bestandteil der modernen Musik. Die Jazz-Harmonie ist hauptsächlich auf der Durtonleiter und deren Modi aufgebaut.

 

Bauanleitung für die Modi

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Von der bestehenden Skala nimmst du die erste Note (Grundton) weg. Damit wird die bisherige zweite Note zum neuen Grundton. Nun kannst du die Tonfolge hinten in aufsteigender Reihenfolge neu ergänzen.

Die I Stufe ist die Durtonleiter und auf der VI Stufe findest du die Natürliche, Reine Molltonleiter (Äolischer Modus = reines Moll = engl. pure or natural Minor). Die Skalen der Stufen I, IV und V haben Dur-Charakter, die vier restlichen Tonleitern haben Moll-Charakter.

 

Die Durskala als Substitut

Dur-Skalen können über Akkorde gespielt werden, zu welchen normalerweise ganz andere Skalen angewendet werden. Anhand der II-V-I-Progression sind die möglichen Substitute mit einem Bespiel in C-Dur aufgeführt.

 

Dur-Skalen-Substitute in einer Durprogression

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Beispiel

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Dur-Skalen-Substitute in einer Mollprogression

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Beispiel

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