Chord-Clock


Chord, engl. = Akkord
Clock, engl. = Uhr
Accordare, lat. = zusammenklingen

Mit diesem Tool lassen sich sämtliche Akkorde einer Partitur entschlüsseln! Es dient dazu die teilweise komplizierten Akkordsymbole in Noten umzudeuten. Hierzu werden die Akkordsymbole zuerst durch eine Zahlenstruktur ersetzt.
Auf dem Utilities-Rad sind die Zahlen kreisförmig angeordnet und zeigen dir auf dem Hintergrund die Noten, die im gesuchten Akkord enthalten sind.

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alterierte Akkorde

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alterierte Akkorde

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Was ist ein Akkord?

Ein Akkord ist der Zusammenklang von drei oder mehr Tönen. Ausnahme sind die sogenannten Powerchords, die nur 2 Töne enthalten (Dreiklang ohne Terz). Die Tonfolge eines Akkords ist variabel (sog. Umkehrung).

Ob C E G oder E G C oder G C E, es ist immer der gleiche Akkord. Es ist auch erlaubt, einen Akkord mit der Oktave eines Akkordtons zu erweitern (Bsp. C E G E). Es handelt sich dabei immer noch um einen Dreiklang!

Akkordaufbau

Normalerweise bestehen Akkorde aus übereinandergeschichteten Terzen (Terzenschichtung).
Seltener sind Quartakkorde, die aus verminderten und übermässigen Quarten (Quartenschichtung) entstehen oder Quintakkorde, die durch Quintenschichtung aufgebaut werden.

Leitereigene Töne

Für den Aufbau der Akkorde werden in der Regel leitereigene Töne verwendet. Für die Akkorde der C-Dur-Skala stehen also nur die Töne C, D, E, F, G, A und B zur Verfügung. Dies ist auch der Grund, dass entweder Kleine oder Grosse Terzen zum Zug kommen. Akkorde die leiterfremde Töne beinhalten, werden Alterierte Akkorde genannt.

Dreiklänge

Der einfachste Akkord ist der Dreiklang. Er entsteht durch Terzenschichtung und enthält 3 Töne, den Grundton, die Terz und die Quinte (zweite Terz). Mit Kleinen und Grossen Terzen ergeben sich bei der C-Dur-Skala 4 Kombinations-Varianten der Terzenschichtung.

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Die vierte Variante kommt bei den Dreiklängen der C-Dur-Skala nicht vor.

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Dreiklänge der C-Dur-Skala

Rezept für die Bildung eines Dreiklangs

Grundton + übernächster Ton + übernächster Ton

Beispiel C-Dreiklang

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Vierklänge = Septakkorde

Ein Vierklang ist ein Dreiklang, dem eine weitere Terz hinzugefügt wurde. Der Akkord besteht aus dem Grundton, einer Terz, einer Quinte und einer Septime und heisst daher Septakkord.

Rezept für die Bildung eines Dreiklangs

Grundton + übernächster Ton + übernächster Ton + übernächster Ton

Beispiel C-Dreiklang

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Hier die resultierenden Vierklänge aus leitereigenen Tönen der C-Dur–Skala.

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Der am häufigsten verwendete Akkord ist der Dominantseptakkord. Er besteht aus einem Durdreiklang und der Kleinen Septime (Bsp. G7).maj7j bedeutet, dass die Grosse Septime im Akkord enthalten ist.
7 bedeutet, dass die Kleine Septime im Akkord enthalten ist.
b5, 5– bedeutet, dass die verminderte Quinte im Akkord enthalten ist.

 

Erweiterte Akkorde 7 9 11 13

Ein diatonisch erweiterter Akkord is ein Fünf- Sechs- oder Siebenklang. Der Vierklang und somit der Grundcharakter des Akkords ( Moll, Dur Dominant7) bleibt dabei unverändert. Eine Erweiterung setzt also Akzente oder fügt eine andere Klangfarbe hinzu. Durch weitere Terzenschichtung können Fünfklänge (Nonenakkord), Sechsklänge (Undezimenakkorde C11) oder Siebenklänge (Terzdezimenakkorde C13) gebildet werden.

Diese erweiterten Akkorde kommen aber selten in ihrer kompletten Form zur Anwendung. Meistens wird der Grunddreiklang (mit oder ohne Quinte) mit der zusätzlichen None (klein/gross) oder der Undezime (klein/gross) oder der Tredezime (klein/gross) gespielt.

 

Vorhalts-Akkorde

Der Akkord Csus4 ist dir vielleicht auch schon begegnet. Er wird Vorhaltsakkord
(Quartvorhalt, engl. = suspended fourth) genannt und enthält anstelle der Terz die Quarte. Im Akkord Csus9 ist anstelle des C ein D

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Alterierte Akkorde

Alterierte Akkorde werden im Jazz eingesetzt um mehr Spannung zu erzeugen. Diese Spannung entsteht über skalenfremde (nichtdiatonische) Töne. Die Quinte (5) und None (9) werden einen halben Ton erhöht oder erniedrigt. Die Quarte (4 oder 11) um einen Halbton erhöht und die Tredezime (13) um einen Halbton erniedrigt. Alterationen werden durch Symbole (+ oder – ) oder die Versetzungszeichen (# oder b) angegeben.

Hier einige Beispiele:

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Zu alterierten Akkorden passt natürlich die verminderte Ganztonleiter die du auf dem Dom7 Farbkreis findest.

 

Verminderte Akkorde

Vermindert, engl.= diminished. Zwei übereinandergeschichtete Kleine Terzen ergeben einen Verminderten Dreiklang.

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Drei übereinandergeschichtete Kleine Terzen ergeben einen Verminderten Septakkord ( Verminderter Vierklang). Es ist also ein Verminderter Dreiklang mit einer verminderten Septime. Mit der ersten Kleinen Terz ist auch bereits der Moll-Charakter des Akkords vorgegeben.

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Mögliche Akkordsymbole:

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Die dazu passende Verminderte Skala oder auch Ganzton-Halbronleiter genannt, findest du auf dem Minor-Farbkreis (Diminished Scale, begin with W-Step).

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Akkorde und ihre Skalen

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