Position


Du bist sicher auch schon über das Zauberwort II-V-Verbindung gestolpert. Böse Zungen behaupten, der Jazz bestehe nur aus solchen Verbindungen, denn das Realbook ist voll davon. z.B. Recordame von Joe Henderson!

Stufenakkorde ist ein Thema, mit dem du dich beschäftigen solltest. Auch hier ist der SclaeTwister ein sehr nützliches Werkzeug.

Schichtet man in einer Dur-Tonleiter jeweils 4 Terzen aufeinander erhält man Stufenvierklänge (Stufenakkorde). Diese können mit römischen Zahlen versehen werden und im englischen Sprachraum wird dann von «position» gesprochen. In C-Dur bedeutet also II-V-Verbindung, dass die Akkorde Dm7 und G7 (Dominante) verwendet werden.

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Fragst du dich manchmal, woher die grossen Musiker all die unzähligen Akkorde und Scales nehmen und damit die schönsten Improvisationen machen? Auch du kannst auf einen Schlag dein Repertoire verdoppeln! Das Zauberwort lautet Substitution.

Ein Substitut ist ein Stellvertreter d.h. ein Akkord wird anstelle eines anderen Akkords gespielt. Dadurch erschliessen sich neue Möglichkeiten, um eine Harmonie zu bereichern. Dasselbe gilt auch für Arpeggios oder Skalen. Auch eine Improvisation kann interessanter gestaltet oder bei schwierigen Skalen sogar vereinfacht werden.

Akkorde einer Familie können beliebig gegeneinander ausgetauscht werden:

Folgende Beispiel auf der C-Dur Scale:

• Familie IIII = Dm7 und IV = Fmaj7
• Familie VV = G7 und VII = Bm7b5
• Familie II = Cmaj7 und III = Em7 und VI = Am7

Akkord- und Modi- Substitution in Dur und Moll

Durch den Austausch (Substitution) von Akkorden oder Modi/Skalen erschliessen sich neue Möglichkeiten, um eine Improvisation zu bereichern oder manchmal auch zu vereinfachen.

Anhand der II-V-I Progression sind hier mögliche Substitutionsvarianten aufgeführt.

Akkord-Substitution in Dur

Akkord-Substitute in Dur mit Beispiel

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Modi-Substitution in Dur

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Akkord-Substitution in Moll

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*Tritonus (tritonus, lat./ griech. = Drei-Tonschritt)

Der Tritonus umfasst 3 Ganztonschritte und entspricht der übermässigen Quarte. Der Tritonus wurde früher als „diabolus in musica“ also als „Teufel in der Musik“ bezeichnet. Die Anwendung des Intervalls war verboten und passte nicht in die damalige Kompositionsweise.

Beispiel:

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Modi-Substitution in Moll

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